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Untersuchung
IWF-Studie: Ungleichheit schadet der Wirtschaft

Mutter mit Kind auf den Philippinen: Laut IWF schadet Ungleichheit dem Wachstum.   Keystone

Laut einer Studie des Internationalen Währungsfonds kann ein massvolle Umverteilung das Wirtschaftswachstum stärken. Beobachter sprechen von einem «Sinneswandel» bei der Organisation in Washington.

Veröffentlicht am 27.02.2014

Grosse Einkommensunterschiede schaden einer IWF-Studie zufolge dem Wirtschaftswachstum. Eine massvolle Politik der Umverteilung dagegen könne für die ökonomische Entwicklung förderlich sein, urteilten Experten des Internationalen Währungsfonds in einer nun veröffentlichten Untersuchung. Nur im Falle extrem hoher Steuern oder Transferleistungen für sozial Schwache wie in manchen europäischen Ländern sei eine Beeinträchtigung der Konjunktur zu befürchten.

Wissenschaftliche Studien des IWF, der die Volkswirtschaften seiner 188 Mitgliedsländer analysiert, geben nicht die offizielle Position des Fonds wieder. Doch IWF-Chefin Christine Lagarde hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, dass ökonomische Stabilität nicht zu erreichen sei, ohne Einkommensunterschiede anzugehen.

Entwicklungshilfeorganisationen zeigten sich über die Äusserungen erfreut. «In den schlechten alten Tagen forderte der IWF von den Regierungen eine Kürzung der öffentlichen Ausgaben und der Steuern», sagte der Chef des Oxfam-Büros in Washington, Nicolas Mombrial. «Wir hoffen, dass diese Studie und Christine Lagardes jüngste Bemerkungen auf einen Sinneswandel hindeuten.»

(reuters/moh)

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