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IWF warnt vor Chaos nach US-Zinserhöhung

IWF warnt vor Chaos nach US-Zinserhöhung
Janet Yellen: Die Welt richtet die Augen auf die Fed-Chefin. Keystone

Die Welt klebt an den Lippen von Janet Yellen und wartet auf Hinweise, dass die USA den Leitzins erhöhen. IWF-Chefin Lagarde warnt aber vor Turbulenzen als Folge der Zinswende.

Veröffentlicht am 17.03.2015

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat vor Finanzturbulenzen als denkbare Folge der US-Zinswende gewarnt. «Wir nähern uns womöglich dem Punkt, an dem die USA im Laufe dieses Jahres zum ersten Mal seit 2006 die Zinsen anheben werden», sagte Lagarde im indischen Mumbai. «Auch wenn dieser Prozess gut gesteuert wird, kann die voraussichtliche Volatilität an den Finanzmärkten zu höheren Stabilitätsrisiken führen.»

Konkret bezog sich Lagarde auf die Zeit ab Sommer 2013, als die US-Notenbank allein mit ihrer Ankündigung geringerer Wertpapierkäufe in vielen Schwellenländern eine Kapitalflucht ausgelöst hatte. Diese als «Taper Tantrum» bekannte Episode hatte viele aufstrebende Länder in erhebliche Schwierigkeiten gebracht. Zahlreiche Währungen werteten stark ab, die Börsen gingen auf Talfahrt.

Entscheid am Mittwoch

«Ich fürchte, das könnte kein einmaliger Vorfall sein», sagte Lagarde. Zeitpunkt und Tempo der absehbaren Straffung in den USA könnten die Märkte immer noch überraschen.

Die Führung der amerikanischen Notenbank berät seit diesem Dienstag über die weitere geldpolitische Ausrichtung. Am Mittwochabend will die Fed ihre Entscheidungen verkünden. Fachleute rechnen mit konkreteren Hinweisen auf den Beginn von Zinsanhebungen. Die Fed ist aktuell die einzige grosse Zentralbank, die an eine Straffung ihrer Geldpolitik denkt.

(awp/ise/chb)

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