Die Krise in Spaniens Bankensektor birgt nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter erhebliche Gefahren. In einem am Montag vorgelegten Bericht sprechen die IWF-Experten zwar von Reformfortschritten. So habe sich etwa die Liquidität der Institute verbessert. Die wirtschaftlichen Probleme des Landes könnten diese aber dazu bringen, ihre Kreditvergabe weiter zurückzufahren - und damit die Rezession zu verstärken.

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In den ersten fünf Monaten 2013 lägen die Darlehen spanischer Banken an den Privatsektor um sieben Prozent unter dem Niveau vor Jahresfrist. Dies sei einer der stärksten Rückgänge unter den entwickelten Volkswirtschaften, warnt der IWF.

Ausgabe neuer Aktien

Er fordert zugleich, um ihre Kapitalausstattung zu verbessern, sollten die Geldhäuser lieber ihre Bardividenden beschneiden oder neue Aktien ausgeben. Sollte die Kreditklemme anhalten, könnte es nach Ansicht des Fonds nötig werden, dass Spanien Änderungen an den mit der EU-Kommission ausgehandelten Plänen für die geretteten Institute vornimmt.

Das Platzen einer Immobilienblase zwang den spanischen Bankensektor 2008 in die Knie. Die Euro-Partner schnürten im vergangenen Jahr ein Rettungspaket über 41 Milliarden Euro. Seitdem prüft der IWF regelmässig, ob die vereinbarten Reformen greifen.

(rcv/vst/reuters)