Der Internationale Währungsfonds (IWF) beteiligt sich nach Angaben eines hochrangigen IWF-Vertreters zunächst nicht an einem dritten Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland. Der Währungsfonds werde sich nicht an den Hilfen beteiligen, so lange Athen nicht eine vollständige Umsetzung der von den Gläubigern geforderten Reformen akzeptiert habe und die Europäer nicht in Erleichterungen beim griechischen Schuldendienst eingewilligt hätten, sagte der IWF-Vertreter am Donnerstag.

Es müssten «auf beiden Seiten schwierige Entscheidungen getroffen werden» - auf griechischer Seite «im Hinblick auf Reformen« und bei den europäischen Partnern Athens bezüglich eines «Schuldennachlasses», hiess es weiter.

Entscheidung wird sich hinziehen

Auch die «Financial Times» berichtete, der IWF wolle neuen Hilfen nur zustimmen, wenn die Regierung in Athen umfassende Reformen akzeptiert und die Euro-Partner einer Schuldenerleichterung zustimmen. Die Entscheidung könnte noch mehrere Monate auf sich warten lassen und eventuell auch erst im kommenden Jahr gefällt werden.

Die griechische Regierung und die anderen Euro-Staaten sind sich im Grundsatz über ein weiteres Hilfspaket mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro einig. Die Details müssen in den kommenden Wochen geklärt werden. Die Regierung in Athen will die Verhandlungen bis zum 20. August abschliessen, wenn sie Schulden zurückzahlen muss.

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Treffen am Freitag

Aus Kreisen des griechischen Finanzministeriums verlautete, Vertreter der internationalen Gläubiger würden sich am Freitagmorgen mit Finanzminister Euklid Tsakalotos und Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis treffen.

(sda/mbü)