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Konjunktur

Japan ächzt unter Euro und zieht Wall Street nach unten

Japan wächst wegen Euro-Schuldenkrise kaum noch. (Bild: Keystone)

Unerwartet schwache Konjunktur-Daten aus Japan haben den US-Börsen zum Wochenauftakt zugesetzt. Die weltweit drittgrösste Volkswirtschaft wächst wegen der Euro-Schuldenkrise kaum noch.

Veröffentlicht am 14.08.2012

Das Bruttoinlandsprodukt Japans stieg zwischen April und Juni um 0,3 Prozent und damit nur halb so stark wie von Experten erwartet. Damit mehren sich die Sorgen über die globale Konjunkturabkühlung.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,3 Prozent tiefer auf 13'169 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,1 Prozent auf 1404 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq-Index trat mit 3022 Punkten auf der Stelle.

Angesichts der moderaten Kursabschläge zeigte sich eine Börsianerin für die nächsten Wochen skeptisch. «Ich bin mir nicht sicher, ob wir den Sommer ohne einen Rückschlag überstehen», sagte Janna Sampson von OakBrook Investments. Sie warnte auch vor der Schuldenkrise in Europa.

Julius-Bär-Kauf schmeckt den Investoren nicht

Den Verkauf des ausseramerikanischen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank-of-America-Tochter Merrill Lynch an die Zürcher Traditionsbank Julius Bär goutierten die Investoren offenbar nicht. Die Papiere der Bank of America schlossen um 0,3 Prozent tiefer.

Julius Bär will von Merrill Lynch bis zu 72 Milliarden Franken Kundenvermögen dazukaufen. Dazu bezahlt Julius Bär bis zu 860 Millionen Franken, wofür eine Kapitalerhöhung notwendig wird. Allerdings muss die Bank die übernommenen Geschäfte und Einheiten auch sanieren, denn diese machen Verluste. An der Schweizer Börse sanken die Julius-Bär-Aktien am Montag wegen der angekündigten Kapitalerhöhung gar um 7,4 Prozent tiefer aus dem Handel.

Aktionäre begrüssen Stellenabbau bei Motorola

Dagegen waren in den USA die Papiere von Google gefragt, die sich um 2,8 Prozent verteuerten. Der weltgrösste Suchmaschinenanbieter will bei dem jüngst erworbenen Handyhersteller Motorola Mobility rund 4000 Stellen streichen.

Der Abbau von rund einem Fünftel der Belegschaft soll die Tochter wieder profitabel machen, kündigte Google an. Morgan Stanley stufte das Dividendenpapier des Internetkonzerns hoch.

Für den englischen Fussball-Rekordmeister Manchester United (ManU) ging es nach dem schwachen Börsendebüt in New York am Freitag leicht bergauf. Die ManU-Aktien stiegen um gut ein Prozent auf 14,15 Dollar. Sie waren an Investoren zu 14 Dollar ausgegeben worden.

(chb/sda)

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