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2014
Japan mit Rekorddefizit in der Handelsbilanz

Passanten in Tokyo: Ende Jahr ging es für Japan aufwärts. Keystone

Japan weist für das vergangene Jahr das höchste Handelsbilanzdefizit in der Geschichte des Landes aus. Zum Jahresende gabe es jedoch einen Hoffnungsschimmer.

Veröffentlicht am 26.01.2015

Der schwache Yen und die hohen Energie-Importe haben Japan im vergangenen Jahr das höchste Handelsbilanzdefizit in der Geschichte des Landes eingebrockt. Es stieg um 11 Prozent auf knapp 12,8 Billionen Yen (rund 95 Milliarden Franken), teilte die Regierung mit.

Die Exporte legten wegen des von der Regierung und Notenbank geschwächten Yen um 5 Prozent auf 73,1 Billionen Yen zu, konnten damit aber das Plus bei den Einfuhren nicht kompensieren. Die Einfuhren seien um 5,7 Prozent auf den Rekordwert von 85,9 Billionen Yen gestiegen.

Exporte signalisieren Erholung

Einen Hoffnungsschimmer gab es zum Jahresende: Japans Exporte wuchsen im Dezember den vierten Monat in Folge. Grund waren eine anziehende Nachfrage aus dem Ausland, wie Daten des Finanzministeriums zeigen. So seien insbesondere in die USA, aber auch nach China und in die Europäische Union mehr japanische Produkte geliefert worden.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Exporte somit 12,9 Prozent zu. Dies signalisierte eine anhaltende Erholung der rezessionsgezeichneten japanischen Wirtschaft. Die Importe stiegen im Dezember um 1,9 Prozent. Das Handelsdefizit betrug den Angaben nach 660,7 Milliarden Yen. Volkswirte hatten im Schnitt ein Exportwachstum von 11 Prozent erwartet und einen Anstieg der Importe um 2,3 Prozent.

Auf Energie-Importe angewiesen

Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 und der deswegen ausgesetzten Produktion von Atomenergie ist Japan bei der Energieversorgung auf Importe angewiesen. Aus diesem Grund ist die Handelsbilanz des Landes jetzt das vierte Jahr in Folge negativ - das heisst, dass der Wert der Importe über dem der Exporte liegt.

Die japanische Regierung und Notenbank wollen zudem die Wirtschaft des Landes stärken, indem sie die heimische Währung schwächen und damit die Verkaufschancen von Exportfirmen wie Toyota stärken. Das soll die Ausfuhren ankurbeln. Auf der anderen Seite verteuert der schwache Yen die Einfuhren.

(reuters/awp/tno/dbe)

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