Japan hält an seiner lockeren Geldpolitik fest und blickt auch überraschend optimistisch auf die Konjunktur. «Die japanische Wirtschaft ist weiter auf dem Weg einer moderaten Erholung» erklärte die Notenbank am Freitag. «Die Exporte und die Produktion legen weiter zu, obwohl es auch Schwankungen gibt.»

Die Einschätzung stützt die Erwartung der Notenbank, dass die Inflationsrate auch ohne zusätzliche geldpolitische Stützung in diesem Jahr in Richtung der gewünschten zwei Prozent steigt. Volkswirte gehen aber davon aus, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft ist, unter anderem wegen der schwachen Verbrauchernachfrage im Inland und der mauen Nachfrage bei den Handelspartnern in Übersee.

Geldschwemme soll Konsum antreiben

Die Bank of Japan behielt am Freitag ihren Kurs bei, Anleihen und sonstige Wertpapieren in Höhe von jährlich 80 Billionen Yen (rund 570 Milliarden Euro) aufzukaufen. bei. Die Zinsen liegen bei nahe Null Prozent. Das viele billige Geld soll bei den Bürgern für mehr Konsum und bei den Firmen zu mehr Investitionen sorgen. Das Land war mehr als ein Jahrzehnt in einer Abwärtsspirale aus fallenden Preisen und sinkenden Löhnen gefangen.

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(reuters/dbe/chb)