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Massnahme
Japan steckt 29 Milliarden in die taumelnde Wirtschaft

Börse in Tokio: Was bringt das neue Konjunkturpaket.  Keystone

Die japanische Regierung will mit einem weiteren Konjunkturpaket von umgerechnet 29 Milliarden Franken den wirtschaftlichen Turnaround schaffen. Experten zeigen sich skeptisch.

Veröffentlicht am 27.12.2014

Japans Regierung hat ein weiteres milliardenschweres Konjunkturpaket geschnürt. Sie beschloss am Samstag Ausgaben über umgerechnet knapp 29 Milliarden Franken (3,5 Billionen Yen).

Damit sollen vor allem wirtschaftsschwache Regionen und Haushalte mit niedrigen Einkommen gestützt werden. Diese sollen Waren- und Benzingutscheine erhalten. Ferner sind Finanzierungshilfen für kleine Firmen geplant sowie Wiederaufbauprojekte für Gegenden, die von dem verheerenden Erdbeben im März 2011 getroffen wurden. Zur Ankurbelung der Bautätigkeit soll eine staatliche Kreditagentur niedrige Hypothekenzinsen anbieten.

Lockere Geldpolitik solls richten

Ministerpräsident Shinzo Abe verfolgt eine nach ihm benannte Wirtschaftspolitik («Abenomics»), die auf eine lockere Geldpolitik sowie gezielte Ausgaben- und Reformschritte setzt. Analysten zufolge verbessert Abe mit den neuen Massnahmen die Erfolgschancen seines Regierungsbündnisses bei den landesweiten Kommunalwahlen im April.

Erst kürzlich wurde er vom Parlament für eine weitere Amtszeit gewählt. Nach Darstellung der Regierung dürfte das Konjunkturpaket die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent anschieben. Volkswirte sind dagegen skeptisch, ob der Effekt so stark sein wird. Neue Schulden sollen für das Vorhaben nicht gemacht werden.

(sda/gku)

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