Japan hat als ein wichtiger Investor für den Euro-Rettungsfonds EFSF mit Unverständnis auf das geplante Referendum zu den Sparplänen in Griechenland geäussert. Japans Finanzminister Jun Azumi sagte am Mittwoch vor Journalisten, dass mit Blick auf die jüngsten Entscheidungen der Regierung in Athen «alle perplex» seien. Das angekündigte Referendum in Griechenland sei völlig überraschend gekommen.

Zuletzt hatte Japan der kriselnden Eurozone Hilfe in Aussicht gestellt. «Die japanische Regierung wird weiter Anleihen des EFSF, die wir ausgegeben haben, kaufen», sagte der Chef des europäischen Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling noch Ende Oktober. Japan zählt zu den Ländern mit den grössten Devisenreserven der Welt. Bisher kaufte das Land etwa 20 Prozent der Schulden aus dem Rettungsfonds EFSF.

(kgth/laf/awp)