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Aussenhandel
Japaner finden Gefallen an Schweizer Uhren

Uhr von Tissot: Die Branche sieht sich beflügelt.   Tissot

Die Schweizer Ausfuhren haben im Februar stark zugelegt. Auch die Uhrenexporte liegen deutlich im Plus, vor allem in Japan gewinnt die Branche an Boden. Ein Absatzmarkt bereitet jedoch Probleme.

Veröffentlicht am 20.03.2014

Die Exporte der Schweizer Wirtschaft haben im Februar deutlich zugelegt. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg der Wert der Ausfuhren um 7 Prozent auf 17 Milliarden Franken. Als Wachstumsmotor erwies sich einmal mehr die chemisch-pharmazeutische Industrie.

Obwohl sieben der zehn wichtigsten Exportbranchen ihren Absatz im Ausland ausweiten konnten, machte alleine diese Branche 90 Prozent des gesamten Wachstums aus. Dies teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mit.

Stahluhren beliebt

Stark legten dabei vor allem die Schweizer Uhrenexporte zu, während der Bereich Nahrungs- und Genussmittel den vierten Monate in Folge nachgab. Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Uhrenexporte nominal um 7,0 in Prozent auf 1,71 Milliarden Franken, real lag das Plus bei 2,9 in Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Nach einem Jahr der Konsolidierung auf einem sehr hohen Niveau zeige die Branche wieder Anzeichen für eine deutliche Ausweitung der Exporte, kommentiert der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) in einer Mitteilung am Donnerstag.

Der Wert der exportierten Stahluhren stieg im Berichtsmonat um 6,7 in Prozent auf 610,1 Millionen Franken. Gefragt waren dabei teurere Modelle, stagnierte doch der mengenmässige Absatz bei 1,19 Millionen Stück. Der Absatz von Gold-Uhren stieg um 4,5 in Prozent auf 590,0 Millionen beziehungsweise um 1,9 in Prozent auf 39'200 Stück. Der Wert von Gold/Stahl-Uhren wuchs um 7,7 in Prozent auf 274,1 Millionen, wobei mit 92'100 knapp 20 in Prozent mehr Einheiten abgesetzt wurden. Insgesamt wurden im Februar 2,13 Millionen Armband-Uhren (+5,2 in Prozent) im Wert von 1,61 Milliarden (+7,2 in Prozent) exportiert.

Japan die neue Nummer drei unter den Absatzmärkten

In den Haupt-Exportmärkten zeigten sich in der Berichtsperiode unterschiedliche Entwicklungen. Während der Hauptabsatzmarkt Hongkong im Februar einen Anstieg um 18,7 in Prozent auf 349,9 Millionen Franken verzeichnete, legte der zweitgrösste Markt – die USA – um lediglich 4,4 in Prozent auf 180,4 Millionen zu. Nach Japan wuchsen die Exporte gar um 45 in Prozent auf 107,2 Millionen. Damit wurde China (-0,7 Prozent auf 101,1 Mio Franken) als Exportmarkt Nummer drei abgelöst.

Stark rückläufig waren die Uhrenexporte nach Grossbritannien (-10 in Prozent auf 62,0 Millionen) und Deutschland (-8 in Prozent auf 93,2 Millionen) und Singapur (-6 in Prozent auf 80,7 Millionen).

(awp/sda/me/sim)

 

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