Die japanischen Konsumenten haben kurz vor der Anhebung der Umsatzsteuer in grossem Stil eingekauft. Der Umsatz im Detailhandel stieg im März mit 11 Prozent zum Vorjahresmonat so kräftig wie seit 17 Jahren nicht mehr, teilte die Regierung in Tokio mit.

Die Japaner und Japanerinnen deckten sich mit Bekleidung, Elektronik und anderen Waren ein. Diese wurden am 1. April vielfach teurer, weil die Umsatzsteuer von fünf auf acht Prozent angehoben wurde.

Analysten gehen nun davon aus, dass die Läden im April wegen der vorgezogenen Käufe kräftige Umsatzeinbussen hinnehmen müssen. Wegen steigenden Feriengeldern wird aber ab Mai wieder mit einer schrittweisen Erholung der Konsumausgaben gerechnet. Auch die japanische Zentralbank geht davon aus, dass die Steuererhöhung den Handel nur zeitweise bremsen werde.

(sda/chb)