Die schwächelnde Konjunktur in China hat im Juli die Exporte des Nachbarlandes Japan belastet. Der Wert der Exporte stieg im Juli zwar um 7,6 Prozent, wie das japanische Finanzministerium in Tokio mitteilte. Allerdings ist der Anstieg zum einen schwächer als zuletzt, und zum anderen ist er durch den extrem schwachen Yen überzeichnet.

Den Preiseffekt herausgerechnet fiel das reale Exportvolumen um 0,7 Prozent. Grund für diese Entwicklung sei eine weniger stark wachsende Nachfrage aus dem schwächelnden China, wo das Wirtschaftswachstum zuletzt nachgelassen hatte.

Defizit in Handelsbilanz grössser als erwartet

Gleichzeitig gingen die japanischen Importe im Juli um 3,2 Prozent zurück. Analysten hatten angesichts der deutlich gesunkenen Ölpreise mit einem stärkeren Rückgang um 8,2 Prozent gerechnet.

Das Defizit der japanischen Handelsbilanz fiel somit insgesamt grösser aus als erwartet. Im Juli lag es bei 268,1 Milliarden Yen. Das sind knapp zwei Milliarden Euro. Analysten hatten nur ein Defizit von 53,0 Milliarden Yen erwartet. Im Juli 2014 hatte es noch bei 966,5 Milliarden Yen gelegen.

Saisonbereinigt lag das Defizit im Juli bei 368,8 Milliarden Yen, während Experten ein Volumen von 158,6 Milliarden Yen erwartet hatten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Defizit dennoch deutlich gesunken.

(awp/dbe/ama)