Japans Wirtschaft profitiert weiter von der schwachen heimischen Währung Yen und dem niedrigen Ölpreis. Die Exporte sind im Februar den sechsten Monat in Folge gestiegen und übertrafen dabei mit einem Plus von 2,4 Prozent wie schon zuletzt die Erwartungen der Experten. Besonders stark legten die Ausfuhren in die USA zu, wie das japanische Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mitteilte. Einen Knick gab es dagegen bei den Ausfuhren nach China. Dies war jedoch auf das dortige Neujahrsfest zurückzuführen, das dieses Mal in den Februar fiel.

Zweiter Rückgang in Folge

Der Wert der Einfuhren fiel wegen der niedrigeren Energiekosten infolge des stark gesunkenen Ölpreises dagegen überraschend um 3,6 Prozent. Es war der zweite Rückgang hintereinander. Hier hatten Volkswirte mit einem Anstieg gerechnet. Unter dem Strich blieb in der Handelsbilanz allerdings noch ein Minus, das mit 424,6 Milliarden Yen (rund 3,3 Milliarden Euro) aber deutlich geringer als im Vorjahr und als von Volkswirten prognostiziert ausfiel. Das Handelsbilanz-Defizit im Februar war zudem das niedrigste seit Mitte 2013.

(awp/ise/chb)