Die japanischen Exporte sind im Februar weniger stark gestiegen als erwartet. Die hohe Abhängigkeit von Energieimporten und ein schwacher Yen bescherten dem Land erneut ein Defizit in seiner Handelsbilanz. Die Ausfuhren legten nach Angaben des japanischen Finanzministeriums vom Mittwoch um 9,8 Prozent zu.

Dagegen wuchsen die Importe stärker als erwartet: Die Einfuhren stiegen im vergangenen Monat um neun Prozent, während Analysten einen Zuwachs von 7,4 Prozent prognostiziert hatten. Daraus resultierte ein Handelsbilanzdefizit für Februar von 800,3 Milliarden Yen (fast 7 Milliarden Franken). Das war deutlich weniger als noch im Januar, als 2,79 Billionen Yen (fast 24 Milliarden Franken) angefallen waren.

20. Monat in Folge mit einem Fehlbetrag

Es war damit der 20. Monat in Folge mit einem Fehlbetrag in der Handelsbilanz und damit die längste Defizitphase seit Beginn der Erhebung vergleichbarer Daten im Januar 1979. Vor allem die Lieferungen in die USA gingen deutlich zurück. Ein Grund könnte die dortige Kältewelle gewesen sein.

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(sda/vst/se)