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Umfrage
Japans Firmen fürchten den Fachkräftemangel

Hauptsitz von Sony: Konglomerat mit Sitz in Tokio. Keystone

Die Unternehmen in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt fürchten sich vor fehlenden Fachkräften. Schuld ist ein schnell schrumpfender Arbeitsmarkt.

Veröffentlicht am 21.06.2017

Eine sinkende Nachfrage in der Heimat und der Mangel an Fachkräften sind die beiden grössten Sorgen der japanischen Unternehmen. 40 Prozent der Firmen erwarten in den kommenden drei Jahren einen schrumpfenden heimischen Markt, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Instituts Nikkei Research im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht.

«Der Binnenmarkt wächst nicht mehr – und es gibt nichts, was wir dagegen tun können», erklärte einer der befragten Manager von mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Fachkräftemangel in Japan

Neben der Angst vor weniger Kunden fürchten diese vor allem, nicht mehr genügend geeignete Mitarbeiter zu finden. 34 Prozent macht das zu schaffen. Für Schlagzeilen sorgte kürzlich der Lieferdienst Yamato, der sein Angebot einschränkte und die Preise anhob. Beides wurde damit begründet, nicht mehr genügend Mitarbeiter zu haben.

Die Zahl der Japaner im erwerbsfähigen Alter ist seit dem Höhepunkt 1995 um elf Prozent auf 77,2 Millionen geschrumpft. Prognosen sagen voraus, dass es 2065 nur noch 45,2 Millionen sein werden. Japan ist nach den USA und China die drittgrösste Volkswirtschaft, einen Platz vor Deutschland.

(reuters/ise/mbü)

 

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