Japans Industrie befindet sich trotz eines kleinen Dämpfers weiter auf Erholungskurs. Die Betriebe stellten im August zwar 0,7 Prozent weniger her als im Juli, wie aus Daten des Wirtschaftsministeriums hervorging.

Analysten hatten mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. Im Juli hatte es allerdings ein kräftiges Plus von 3,4 Prozent gegeben. Experten rechnen mit einer schrittweisen Verbesserung der Wirtschaft dank wieder anziehender Exporte und guter Binnennachfrage.

Zurück auf das Niveau von März 2011

«Die Industrieproduktion ist zwar ein bisschen schwach, wird aber gegen Oktober auf das Niveau aus der Zeit vor dem Erdbeben im März 2011 zurückkehren», sagte Takeshi Minami, Chefökonom beim Forschungsinstitut Norinchukin. «Die Firmen beginnen wieder mehr zu produzieren und sorgen sich nicht allzu sehr über die Unsicherheiten in der Übersee-Wirtschaft.»

Japans Bruttoinlandprodukt war im Frühjahr mit 0,9 Prozent zum Vorquartal kräftig gewachsen, weil die Unternehmen wegen der jüngsten Export-Erfolge wieder investieren.

Auch andere Daten unterstrichen das positive Konjunkturbild: Die Detailhandelsumsätze stiegen im August um 1,1 Prozent zum Vorjahr. Zudem legten Neubauprojekte um 8,8 Prozent zu und damit den zwölften Monat in Folge.

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(sda/vst/jev)