Japans Notenbank hält an ihrem Kurs im Kampf gegen die Konjunkturflaute unverändert fest. Sie verzichtete am Donnerstag auf eine weitere Lockerung ihrer Zins- und Geldpolitik. Den Strafzins für einige Einlagen von Finanzinstituten beliess sie bei minus 0,1 Prozent.

Zugleich bekräftigten die Währungshüter ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und Wertpapieren von jährlich 80 Billionen Yen (rund 711 Milliarden Franken). An den Börsen war zuletzt spekuliert worden, dass die Bank von Japan die Geldschleusen noch weiter öffnen könnte.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Hilfsprogramm beschlossen

Die Notenbank beschloss allerdings ein Hilfsprogramm über 300 Milliarden Yen (rund 2,7 Milliarden Franken) für Banken, um den Wiederaufbau in den Krisengebieten im Süden des Landes zu unterstützen, wo kürzlich schweren Erdbeben erhebliche Schäden angerichtet hatten.

Am Markt herrscht Enttäuschung, dass die Währungshüter im Kampf gegen die Konjunkturflaute auf eine weitere Öffnung der Geldschleusen verzichteten, sagten Händler. Der Leitindex Nikkei gab anfängliche Gewinne wieder ab und notierte im Nachmittagshandel 3,1 Prozent im Minus. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,8 Prozent.

Enttäuschte Märkte

Zu den grössten Verlierern zählten Exportwerte. Die Aktien des Autobauers Toyota fielen um 3,5 Prozent. Die Papiere des Rivalen Nissan rutschten um 4,8 Prozent ab.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans lag 0,1 Prozent im Minus. Die chinesische Börse in Shanghai verlor 0,7 Prozent.

(sda/reuters/ise)