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Japans Wirtschaft unter Druck

Neben den Milliardenschäden durch das Erdbeben belastet weiterhin der Wechselkurs die japanische Wirtschaft. (Bild: Keystone)

Die japanische Notenbank hat ihre Konjunkturerwartungen gesenkt. Das liegt hauptsächlich an den Milliardenschäden durch die Naturkatastrophe. Aber Industriedaten für Februar zeigen: Auch der starke Ye

Veröffentlicht am 11.04.2011

Wegen Produktionsausfällen nach dem Jahrhundertbeben hat die japanische Notenbank ihre Konjunkturaussichten für sieben von neun Regionen gesenkt. Besonders im Nordosten sei die Wirtschaft massiv beschädigt worden, hiess es im Bericht der Bank von Japan.

Schwierig sei die Lage aber auch im Grossraum Tokio sowie in der Region Tokai, in der viele Autohersteller und deren Zulieferer angesiedelt sind. Die Notenbank veröffentlicht ihre neue Konjunkturprognose am 28. April. Die Natur- und Atomkatastrophe hat nach bisherigen Schätzungen einen Schaden von umgerechnet etwa 200 Milliarden Euro angerichtet.

Schlechte Auftragslage im Maschinenbau

Wenig optimistisch stimmen auch die Zahlen zu den Maschinenbauaufträgen, die die japanische Regierung bekannt gegeben hat: Im Februar sind sie überraschend deutlich um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat gefallen – und das, obwohl die Folgen des Erdbebens noch nicht in die Daten eingegangen sind; Gründe für den Rückgang sind der Preisverfall und der starke Yen. Ökonomen hatten mit einem Rückgang der Auftragseingänge um 1,1 Prozent gerechnet.

Die Daten zu den Maschinenbauaufträgen gelten als wichtiger Indikator für die Investitionen der Unternehmen der nächsten sechs Monate. Die Folgen des Erdbebens sind noch nicht in die Daten eingegangen

(laf/cms/awp/sda)

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