Das Bruttoinlandprodukt Japans legte von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet nur noch um 0,2 Prozent zu, wie aus den veröffentlichten Daten hervorgeht.

Analysten hatten mit einem Plus von 0,7 Prozent eine höhere Rate erwartet. Zu Jahresbeginn war die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt noch um revidiert 2,0 Prozent gewachsen. Vor allem sinkende Investitionen verhinderten stärkeres Wachstum.

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Privater Konsum hinter Erwartungen

Der private Konsum zog zwar um 0,2 Prozent an, blieb damit aber auch hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet.

Die Daten werfen weitere Zweifel an der Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Shinzo Abe auf. Erst Anfang des Monats legte die Regierung ein riesiges Konjunkturpaket auf, um den Rückfall in eine Rezession zu verhindern.

Japan bemüht sich seit langem, aus dem Konjunkturtal zu kommen. Bislang ist der Erfolg allerdings ausgeblieben. Neben schleppenden Investitionen und schwachem privaten Konsum belastet die Aufwertung der Landeswährung Yen. Diese bremst die Exporte des Landes, da die Produkte im Ausland teurer werden.

(sda/chb/me)