In der Informationstechnologie gelten Eigentumsrechte wenig: Auf Millionen von Computern rund um den Globus ist illegale Software installiert. Eine neue Studie der Business Software Alliance schätzt, dass den Herstellern dadurch Einnahmen von 52,2 Milliarden Dollar entgehen. Software-Piraterie kommt zwar in jedem Land vor – das Ausmass unterscheidet sich allerdings stark.

Beispielsweise läuft auf fast auf zwei Dritteln der Computer in Griechenland illegale Software, wie die Grafik des Datenportals Statista zeigt. Auch in Russland oder Italien ist der illegale Download weit verbreitet. Das Extrembeispiel ist China: Dort ist auf 70 Prozent der Rechner Raubsoftware vorhanden.

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Früher war es noch schlimmer

In Deutschland, der Schweiz oder den USA sind die Nutzer von Raubkopien hingegen klar in der Minderheit. Doch auch hierzulande ist der Schaden für die Industrie beträchtlich: Die unlizenzierten Programme auf Schweizer Rechnern haben einen Wert von schätzungsweise 448 Millionen Dollar.

Der Schaden durch die Software-Piraterie weltweit ist rückläufig: 2011 und 2013 belief sich der kommerzielle Wert nicht lizensierter Software noch auf jeweils über 60 Milliarden Dollar. Besonders in Asien macht der Kampf gegen unlizenzierte Software Fortschritte.

(Mathias Brandt, Statista/mbü)

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