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Jetzt steigt die Nachfrage nach Medikamenten in China

Pharmaangestellte in China: Ausländische Konzerne dürfen auf bessere Geschäft hoffen. Keystone

Internationalen Konzernen winken bessere Geschäfte in China: Die Regierung vergütet bei mehr Medikamenten als bislang Patienten die Kosten. Dadurch dürfte die Nachfrage klar steigen.

Veröffentlicht am 23.02.2017

Für Pharmakonzerne tun sich neue Geschäftschancen in China auf: Auf dem weltweit zweitgrössten Medikamentenmarkt fallen künftig deutlich mehr Arzneien unter die staatliche Kostenerstattung als bislang. Eine neue Liste wurde am Donnerstag vom Ministerium für soziale Sicherheit veröffentlicht. Sie umfasst insgesamt 2535 Mittel, 339 mehr als bislang. Die Zahl der Medikamente westlicher Herkunft stieg um 133 auf 1297. Es ist die erste Aktualisierung seit acht Jahren.

Die Liste legt fest, für welche Arzneien die staatlichen Krankenversicherungen die Kosten teilweise erstatten. Erst dadurch werden viele Mittel für den Massenmarkt erschwinglich. Für die Pharmafirmen bedeutet dies einen Nachfrageschub bei dem betreffendem Medikament. Zugleich sind sie aber gezwungen, den Preis dafür zu senken, was auf die Gewinnmarge drückt, wie Analysten zu bedenken geben.

Wachstum hat sich abgeschwächt

Auf der aktuellen Liste findet sich etwa ein Hepatitis-B-Wirkstoff, der in Präparaten von Glaxosmithkline und Astrazeneca vorkommt. Auch ein Bluter-Medikament des britischen Shire-Konzerns wurde aufgenommen. Im vergangenen Jahr hatte sich das Umsatzwachstum der meisten ausländischen Pharmakonzerne in China abgeschwächt. Mitunter gab es sogar Einbussen.

(reuters/mbü/cfr)

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