Der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (Kof) ist nach zuletzt drei Minuswerten in Folge im April mit 0,5 ins Plus vorgestossen. Der  vierteljährlich berechnete Indikator liegt allerdings weiterhin nahe bei null, womit sich die Beschäftigungsentwicklung in den nächsten Monaten kaum verändern dürfte, hält die Kof in der Mitteilung fest. Derweil wurde der Januar-Wert auf -0,7 von -2,3 revidiert.

Nach Branchen aufgeteilt sind am Arbeitsmarkt unterschiedliche Entwicklungen zu erwarten. Die Industrie, das Gastgewerbe sowie die Bankbranche würden weiterhin einen Stellenabbau planen, so die Mitteilung weiter. Auf der Gegenseite sind es erneut Betriebe der Baubranche, des Versicherungswesens und der übrigen Dienstleistungen, die Stellen schaffen dürften.

Zu den übrigen Dienstleistungen zählt die Kof auch das Gesundheitswesen und die Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese Firmen hätten in den letzten Jahren einen substanziellen Anteil zum Beschäftigungswachstum in der Schweiz beigesteuert. Etwas besser als vor einem Quartal sehe es auch im Detailhandel aus. Der Anteil an Detailhandelsunternehmen, die einen Stellenaufbau planen, habe gegenüber Januar deutlich zugenommen.

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Der Kof-Beschäftigungsindikator, der einen Vorlauf von einem Quartal gegenüber der Vorjahresveränderungsrate der Beschäftigung hat, erlaubt laut Kof eine frühe Einschätzung der Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.

(tno/aho/awp)