Ohne einen weiteren Schuldenschnitt wird Griechenland nach Einschätzung des Ex-Chefs der Deutschen Bank , Josef Ackermann, kaum wieder auf die Beine kommen. Das Sparziel für Griechenland, bis 2020 die Schuldenlast von 170 auf 120 Prozent des Bruttosozialprodukts zu senken, sei sehr ambitioniert und nicht ohne Wachstum zu erreichen, sagte der Verwaltungsratspräsident des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich im «Interview der Woche» des Südwestrundfunks.

«Irgendwann wird der Schuldenschnitt kommen müssen», sagte Ackermann laut einer vorab vom SWR verbreiteten Meldung. Ob dies jetzt oder später geschehe, sei eine «politische Frage». Im Gegenzug zu einer solchen Erleichterung der Schuldenlast müsse Griechenland Strukturreformen vorantreiben und die Bedingungen für Investitionen attraktiver gestalten.

(tke/jev/awp)