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Statistik
Kalenderpech: Schweizer mussten 2015 mehr arbeiten

Schreiner bei der Arbeit: 2015 ist hierzulande mehr gearbeitet worden. Keystone

In der Schweiz ist letztes Jahr mehr gearbeitet worden, weil Feiertage aufs Wochenende fielen. Ohne das Kalenderpech hätte sich der Trend fortgesetzt: Schweizer arbeiten immer weniger.

Veröffentlicht am 23.05.2016

2015 sind – für Angestellte ungünstig – einige Feiertage auf Wochenenden gefallen. Daher arbeiteten die Beschäftigten in der Schweiz etwas mehr als im Vorjahr, obwohl die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit pro Arbeitsplatz leicht gesunken ist. Im vergangenen Jahr wurde in der Schweiz von den Erwerbstätigen insgesamt knapp 7,9 Milliarden Stunden gearbeitet. Das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,7 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

Der leichte Rückgang der wöchentlichen Arbeitszeit pro Arbeitsstelle (-0,3 Prozent) wurde dabei durch Feiertage, die auf Wochenenden fielen mehr als kompensiert. Die tatsächliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitsstelle erhöhte sich daher um 0,5 Prozent. Zwischen 2011 und 2015 ging damit die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten um 7 Minuten zurück. 2015 belief sie sich auf 41 Stunden und 17 Minuten. Gleichzeitig ist die Zahl der jährlichen Ferienwochen stetig angestiegen. Von 2011 bis 2015 nahmen diese um 0,4 Tage auf inzwischen 5,15 Wochen zu.

Stärkerer Anstieg bei Teilzeitstellen

Der Trend zu mehr Teilzeitstellen hat auch 2015 angehalten. Während hier die Zahl der Beschäftigten um 2,6 Prozent anstieg, wurde bei den Vollzeitbeschäftigen lediglich ein Plus von 1,2 Prozent registriert. Die höchste tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit wird erwartungsgemäss in der Landwirtschaft geleistet. 2015 waren es hier 44 Stunden und 48 Minuten. Im Gastgewerbe standen die Angestellten im Durchschnitt 42 Stunden und 17 Minuten pro Woche auf den Beinen.

Wie bereits im Vorjahr wurden im allgemeinen weniger Überstunden als Absenzen verzeichnet. Anders sieht es nur in den Bereichen Information und Kommunikation sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe aus. Hier wurden mehr Überstunden geleistet als Absenzen gemeldet.

(sda/mbü)

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