Der parallel zum Sparprogramm gestartete Kampf gegen den Steuerbetrug in Spanien hat dem Staat Milliarden eingebracht. Haushaltsminister Cristobal Montoro sagte vor dem Parlament, seit Anfang 2012 seien 28 Milliarden Euro zusammengekommen. Der Kampf gegen den Steuerbetrug sei der einzige Weg, dieser «Plage» Herr zu werden.

Spanien hatte vor zweieinhalb Jahren die Zahl der Betriebsprüfungen erhöht, Barzahlungen von Firmen auf 2500 Euro begrenzt und die Strafen für Steuerbetrug erhöht. Im ersten Jahr flossen so 11,5 Milliarden Euro in die Staatskassen, im zweiten Jahr 10,9 Milliarden Euro und im ersten Halbjahr dieses Jahres 5,5 Milliarden Euro, wie Montoro aufzählte.

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Der Verband der Steuerprüfer in Spanien schätzt, dass die Schattenwirtschaft sich in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise gewaltig ausgedehnt hat. 2008 wurden demnach rund 15 Milliarden Euro schwarz verdient, 2012 schon 253 Milliarden Euro. Das wäre fast ein Viertel des spanischen Bruttoinlandsprodukts.

(sda/chb)