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Separatismus
Katalonien-Krise bringt Spanien nicht aus dem Lot

Barcelona: Politische Krise führt nicht zu Wachstumseinbruch in Spanien.Quelle: Keystone

Trotz der anhaltenden politischen Krise ist die spanische Wirtschaft zuletzt kräftig gewachsen. Dennoch gibt es Fragezeichen.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Die spanische Wirtschaft ist Ende 2017 trotz der Katalonien-Krise kräftig gewachsen, allerdings etwas langsamer als zuvor. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,7 Prozent, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des Statistikamtes in Madrid hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit diesem Ergebnis gerechnet, nachdem es im Vorquartal noch zu 0,8 Prozent gereicht hatte.

Damit bleibt Spanien eines der am schnellsten wachsenden Euro-Länder: Im Jahr 2017 stieg das Bruttoinlandsprodukt in der viertgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone um 3,1 Prozent nach 3,3 Prozent im Jahr 2016. Deutschland kam auf 2,2 Prozent, Frankreich auf 1,9 Prozent.

Verunsicherte Investoren

Der Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien hat in den vergangenen Monaten Investoren, Konsumenten und Touristen verunsichert. Nach der Verkündung der Unabhängigkeit Kataloniens durch das Regionalparlament hatte die Zentralregierung die dortige Regierung abgesetzt. Bei den Neuwahlen im Dezember gewannen erneut die Separatisten.

(reuters/gku)

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