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Klarstellung
Katar hält an den Investments bei CS & Co. fest

Katar: Das Emirat steht unter Druck. Keystone

Katars Wirtschaft kann nach den Worten seines Finanzministers den saudischen Sanktionen trotzen. Auch ein Verkauf seiner Anteile an Grosskonzerne ist demnach unnötig.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Katar kann seine Wirtschaft und Währung nach den Worten von Finanzminister Ali Scherif al-Emadi gegen Sanktionen anderer arabischer Staaten absichern. «Unsere Reserven und Investmentfonds entsprechen mehr als 250 Prozent des Bruttoinlandproduktes», sagte er in einem am Montag ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender CNBC.

«Ich denke deshalb, dass es keinen Grund dafür gibt, besorgt zu sein.» Der Verkauf von Anteilen an grossen westlichen Unternehmen durch den heimischen Staatsfonds stehe nicht zur Debatte. «Wir sind extrem zufrieden mit unseren Positionen, unseren Investitionen und unserer Liquidität in unseren Systemen.» Katar ist beispielsweise strategischer Investor bei  der Credit Suisse, Volkswagen und der Deutschen Bank.

Emirat weist Anschuldigungen zurück

Eine Gruppe von Staaten um Saudi-Arabien wirft Katar Terrorfinanzierung vor und hat das Land isoliert. «Viele Leute denken, dass wir die Einzigen sind, die dabei verlieren», sagte Emadi. «Aber wenn wir einen Dollar verlieren, dann werden sie auch einen Dollar verlieren.» Das Emirat weist die Anschuldigungen zurück und wird seinerseits vom Iran und der Türkei unterstützt.

Die Energiebranche und die Konjunktur insgesamt würden normal weiterlaufen, sagte Emadi. Auch gebe es keine ernsthaften Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Lebensmitteln oder anderen Waren. Katar könne Güter aus der Türkei, dem Fernen Osten und aus Europa importieren. Auf die Krise werden man reagieren, indem die Volkswirtschaft noch breiter aufgestellt werde.

(reuters/mbü/cfr)

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