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Börse
Kaum verändert - Actelion nach Zahlen höher erwartet

SMI: Actelion im Vorteil. (Bild: Keystone)

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte gemäss den vorbörslichen Indikationen wenig verändert starten.

Veröffentlicht am 18.07.2013

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Donnerstag gemäss den vorbörslichen Indikationen wenig verändert starten. Die Vorgaben aus Übersee halten denn auch kaum Impulse bereit. Der US-Aktienmarkt schloss zwar gestützt von Aussagen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zum geldpolitischen Kurs etwas fester. Nach dem gestrigen Börsenschluss in Europa rührte sich der US-Leitindex Dow Jones unter dem Strich aber kaum von der Stelle. Die wichtigsten asiatischen Handelsplätze notieren uneinheitlich.

Makropolitisch steht am Berichtstag erneut Fed-Chef Bernanke im Zentrum: Am Nachmittag spricht er vor dem Senat. Zuvor werden die Anleger aber auf das EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen und IWF-Chefin Christine Lagarde achten, die in Litauen sprechen. Am späten Nachmittag stehen neben den wöchentlichen US-Arbeitslosenzahlen der Philly Fed Index und die Frühindikatoren zur Veröffentlichung an.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr mit einem Minus von 0,07 Prozent auf 7'923,00 Punkten praktisch unverändert.

Die grössten Aufschläge verzeichnen nach der Zahlenpublikation Actelion (+1,5 Prozent). Das Biopharmaunternehmen hat sich auch im zweiten Quartal besser entwickelt als vom Management ursprünglich erwartet. Übertroffen wurden auch die Markterwartungen. Zudem wurde der Hauptumsatzträger Tracleer stärker nachgefragt als erwartet. Das Management hat die Prognosen für das Geschäftsjahr 2013 erhöht, was mit dem Ergebnis für das erste Quartal bereits in Aussicht gestellt wurde und daher nicht überraschte. Seit Jahresbeginn kommen die Papiere auf ein Plus von knapp 40 Prozent.

Höher taxiert werden auch Givaudan (+0,3 Prozent), die am Vortag nach einer Ratingherabstufung durch Barclays 2,4 Prozent verloren hatten, als auch Swiss Re (+0,4 Prozent) und Syngenta (+0,4 Prozent). Für letztere hat Exane BNP das Kursziel leicht erhöht.

Deutlich tiefer notieren Transocean (-0,9 Prozent). Der Ölplattformbetreiber Transocean vermeldete in seinem jüngsten Flottenbericht zwar einen Auftragszuwachs von etwa 180 Millionen US-Dollar. Die erwarteten Ausfallzeiten für das Jahr 2013 erhöhten sich allerdings um 76 Tage.

Mit Swatch, Richemont und SGS (je -0,5 Prozent) präsentieren sich weitere Zykliker am unteren Ende des Blue Chip-Tableaus. Die Schweizer Uhrenexporte sind im Juni in etwa ähnlich Umfang wie im Vormonat zurückgegangen. SGS hatten am Vortag nach enttäuschenden Halbjahreszahlen bereits schwächer geschlossen.

Sika (-0,1 Prozent) baut die Stellung im australischen Beton- und Spritzbetonmarkt aus und übernimmt Radmix Resources (Radmix) und deren Fabrikationspartner ASF. Die Expansionsstrategie der kleinen Schritte habe sich bisher als wasserdicht erwiesen, heisst es bei der Notenstein Privatbank. Der Zukauf stimme mit den Ausbauplänen von Sika für die aufstrebenden Regionen überein, heisst es.

Die Papiere des Pharmakonzerns Novartis (unverändert) dürften nach der gestrigen Zahlenvorlage weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit finden. Branchennachbar Roche (Aktien -0,1 Prozent) lanciert weltweit einen neuen Test für genauere Diagnosen bei Lungenkrebs.

Die Grossbankenwerte CS und UBS (je -0,1 Prozent) wurden am Vortag von den starken Zahlen des US-Branchennachbarn Bank of America gestützt. Ob am frühen Nachmittag Morgan Stanley die Serie glänzender Quartalszahlen von US-Finanzinstituten fortsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Am breiten Markt dürfte es in LLB, Infranor, BB Biotech, Ascom nach dem Zahlenrapport zu etwas Bewegung kommen. Ein vorbörslicher Kurs wird zu den Titeln nicht gestellt.

(chb/aho/awp)

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