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Rettungsfonds
Kein frisches Geld für griechische Banken

Akropolis in Athen: Griechischen Banken geht es besser.   Keystone

Gemäss einer Einschätzung können die vier wichtigsten griechischen Banken wieder auf eigenen Beinen stehen. Einsparungen und Verkäufe sollen es richten. Gewissheit soll ein Stresstest bringen.

Veröffentlicht am 07.02.2014

Die vier grössten griechischen Geldhäuser benötigen nach Einschätzung von Notenbankchef Giorgos Provopoulos bei einem strikten Sparkurs keine frischen Gelder mehr aus dem heimischen Bankenrettungsfonds. National Bank, Piraeus Bank, Eurobank und Alpha Bank könnten ihr Eigenkapital mit Hilfe von Einsparungen und dem Verkauf von Geschäftsteilen ausreichend stärken, sagte der Währungshüter. Er schätze, dass dadurch fünf Milliarden Euro zusammenkommen könnten. Dies würde gegebenenfalls ausreichen, um nicht mehr auf den Rettungsfonds HFSF zurückgreifen zu müssen, sagte Provopoulos.

Grösster Anteilseigner

Der Fonds speist sich aus dem Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber. Er stieg im Zuge der Banken-Rekapitalisierung im vergangenen Jahr zum grössten Anteilseigner der vier Geldhäuser auf. Dafür nahm der HFSF 25 Milliarden Euro in die Hand. Damit ist noch ein Puffer von acht bis neun Milliarden Euro geblieben. Derzeit unterziehen sich die vier Kreditinstitute einem Stresstest. Dieser soll herausfinden, inwieweit sie derzeit mögliche Marktturbulenzen und einen Anstieg der faulen Kredite abfedern könnten. Das soll zeigen, wie viel Geld noch benötigt wird.

(reuters/dbe/sim)

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