Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich hat anlässlich ihrer Winterprognose 2014 ihre Schätzungen für das Wachstum des realen Schweizer Bruttoinlandproduktes (BIP) im kommenden Jahr leicht erhöht. Neu rechnet sie für 2015 mit einem BIP-Wachstum von 1,9 Prozent, im Herbst war noch von 1,7 Prozent die Rede. Die Prognose für das laufende Jahr 2014 wurde ebenfalls auf 1,9 Prozent von 1,7 Prozent erhöht, während die Prognose für 2016 unverändert bei 2,1 Prozent belassen wurde.

Die Entwicklung der hiesigen Wirtschaft bleibe solide, heisst es in einer Mitteilung der KOF vom Mittwoch. Nachdem das dritte Quartal 2014 positiver als erwartet verlaufen sei, profitiere die Exportwirtschaft in den kommenden Monaten von der Erholung der Weltkonjunktur. Positiv zum Wirtschaftsverlauf trügen ausserdem die Entwicklung in den Industrieländern und die immer noch ansehnlichen chinesischen Wachstumsraten bei.

Tiefere Inflation erwartet

Seit geraumer Zeit entwickle sich die US-Wirtschaft stark, während der Euroraum und Japan eine verhaltene Konjunkturentwicklung durchlaufe. Für Europa dürften sich vor allem der tiefe Ölpreis und der günstige Wechselkurs des Euro in den kommenden Monaten positiv auswirken, heisst es dazu.

Aufgrund des starken Preisverfalls auf den Ölmärkten senkt die KOF ihren Inflationsausblick im Vergleich zur Herbstprognose auf -0,1 Prozent für das kommende Jahr (Herbstprognose +0,3 Prozent) und auf +0,5 Prozent für das Jahr 2016 (Herbstprognose +0,6 Prozent). Die Prognose für die Arbeitslosenquote 2015 wurde derweil auf 3,1 Prozent von 3,2 Prozent gesenkt, für 2016 bleit sie gegenüber der Herbstprognose unverändert bei 3,1 Prozent.

(awp/ise/ama)