Die Schweizer Wirtschaft muss sich auf eine Konjunkturabkühlung einstellen. Das KOF-Konjunkturbarometer sank im Mai auf 99,8 Punkte von 101,8 Zählern im April und erreichte den tiefsten Stand seit Juli 2012, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 101,7 Punkte prognostiziert. Es ist der dritte Rückgang des Barometers in Folge. Zeichen einer wirtschaftlichen Verlangsamung kamen vor allem aus der Industrie, unter anderem aus dem Maschinenbau.

Die Industrie ist für rund 60 Prozent des gesamten Rückgangs verantwortlich. Negative Entwicklungen hätten sich vor allem im Maschinenbau, bei der Textilindustrie und bei der Nahrungsmittelindustrie gezeigt. Leichte Verbesserungen gab es derweil bei den elektrischen und elektronischen Geräten. Am Gesamtbild habe dies jedoch nichts ändern können.

Barometer grundlegend überarbeitet

Die Konjunkturforscher der KOF haben ihr Barometer in den letzten Monaten grundlegend überarbeitet. Es ist ein Sammelindikator, der sich in der aktuellen Version aus 219 Einzelindikatoren zusammensetzt. Der Vormonatswert von 101,8 Punkten wurde leicht nach unten revidiert (von 102).

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(reuters/awp/me)