Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag mit dem zweitgrössten Tagesverlust des Jahres geschlossen. Der Leitindex SMI eröffnete schon gut 100 Punkte unter dem Schlusskurs vom letzten Freitag und gab dann im Tagesverlauf weitere knapp 100 Punkte nach.

In der Krim-Krise, die für die Kursschwäche verantwortlich war, zeichnete sich keine Entspannung ab. Im Gegenteil schreckten im Tagesverlauf neue Nachrichten die Anleger auf. In diesem Umfeld versuchten Investoren, sich von riskanteren Anlagen wie Aktien zu trennen und in als sicherer geltende Investments umzuschichten. So erreichte der Goldpreis am Montagvormittag den höchsten Stand seit vier Monaten.

SMI verlor 2,29 Prozent


Der Swiss Market Index (SMI) verlor 2,29 Prozent und sank auf 8281,01 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) büsste 2,25 Prozent ein und sank auf 7976,79 Punkte und damit unter die 8000-Zähler-Marke. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen nur jene von Syngenta nach positiven Produktnachrichten im Plus.

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Kriegsängste haben am Montag auch die Wall Street belastet. Aus Sorge vor einer Eskalation der Krise um die ukrainische Halbinsel Krim strichen US-Anleger Gewinne ein und investierten lieber in sichere Anlagen wie Gold. Die Ukraine fürchtet einen Krieg mit Russland, nachdem das Nachbarland die Krim unter seine Kontrolle gebracht hat. Nach Angaben der Ukraine verstärkte Russland seine Truppen auf der Halbinsel Krim weiter. Die EU berief einen Gipfel zur Lage in der Ukraine am 6. März ein.

Anleger zogen ihre Gelder aus Russland ab

Aus dem US-Präsidialamt hiess es, US-Vizepräsident Joe Biden habe Russlands Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew gesagt, Russland müsse mit einer zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Isolation rechnen, wenn die Krise nicht beigelegt werde. Viele Anleger zogen am Montag ihre Gelder aus Russland ab. Der Rubel fiel auf ein Rekordtief.

(sda/reuters/me)