Der am Donnerstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex der Grossbank HSBC fiel auf 49,6 Punkte und damit unter die Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Im April waren es noch 50,4 Zähler gewesen. Vor allem der Auftragseingang ging zurück. Der entsprechende Index fiel auf 49,5 Punkte, der schwächste Wert seit September.

Die Daten verdeutlichen die Unwägbarkeiten bei der Erholung der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Der Binnenmarkt war nicht in der Lage, das schwache Exportgeschäft auszugleichen, wie der Chefvolkswirt der HSBC für China, Qu Hongbin schrieb. Wegen der fragilen Erholung in den USA sowie der Schuldenkrise in Europa ist die Nachfrage aus dem Ausland dürftig.

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Japanische Anleger reagieren

Die entnttäuschenden Konjunkturdaten aus China bescherten der Tokioter Börse herbe Verluste. Der Nikkei-Index verlor rund drei Prozent auf 15'164 Zähler, nachdem er am Vormittag noch um fast zwei Prozent auf den höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren gestiegen war. Der breiter gefasste Topix gab 3,6 Prozent auf 1231 Punkte nach.

(se/rcv/reuters)