Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen auf 98,4 Punkte (Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung -1,0 Prozent, verglichen mit Jahresraten von -1,2 Prozent im Mai beziehungsweise von 0,0 Prozent im Juni 2014.

Der leichte Anstieg im Juni ist vorwiegend auf höhere Preise für neue Automobile und Lebensmittel zurückzuführen. Ebenfalls teurer wurde Benzin. Rückläufig waren hingegen die Preis für Steinobst und Heizöl sowie für erste Ausverkaufsartikel im Bekleidungssektor, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Über den Erwartungen

Die ausgewiesenen Werte liegen über den Erwartungen: Die Schätzungen der von AWP befragten Ökonomen für den Monatswert waren in einer Spanne von -0,2 Prozent bis 0,0 Prozent und jene für den Jahreswert zwischen -1,3 Prozent bis -1,1 Prozent.

Gestiegen sind im Juni die Indizes der Hauptgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,8 Prozent), Verkehr (+0,7 Prozent), Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,1 Prozent) sowie Nachrichtenübermittlung (+0,1 Prozent). Hingegen waren die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (-1,0 Prozent), Alkoholische Getränke und Tabak (-0,4 Prozent), Restaurants und Hotels (-0,2 Prozent), Wohnen und Energie (-0,1 Prozent) sowie Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,1 Prozent) rückläufig. Keine Veränderungen gab es bei den Hauptgruppen Freizeit und Kultur sowie Gesundheitspflege, während im Bereich Erziehung und Unterricht keine Erhebung stattfand.

Vergleichbar mit Europa

Die Preise der Inlandgüter blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert und jene der Importgüter stiegen um 0,2 Prozent. Innert Jahresfrist legten die Preise der Inlandgüter um 0,2 Prozent zu, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 4,4 Prozent verzeichneten.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, erreichte im Berichtsmonat einen Wert von 103,0 Punkten. Dies entspricht einer Veränderungsrate von +0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und von -0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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(awp/chb)