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Studie
KPMG und HSG sagen Bankensterben voraus

«Closed»: 30 Banken sollen vom Finanzplotz verschwinden. Keystone

Rund 30 Prozent der Schweizer Privatbanken werden in den nächsten Jahren dicht machen. Vor allem kleine Finanzhäuser müssen zittern, warnen KPMG und die Universität St. Gallen in einer Studie.

Veröffentlicht am 25.08.2015

Die Kluft zwischen den Schweizer Privatbanken wächst weiter. Nur ein kleine Gruppe der Privatbanken könne sich vom Rest der Branche abheben und ihre Rentabilität nachhaltig steigern, wie aus einer am Dienstag publizierten gemeinsamen Studie des Beratungsunternehmens KPMG und der Universität St. Gallen (HSG) hervorgeht. Dagegen habe der Druck auf kleinere Privatbanken im laufenden Jahr zugenommen.

Insbesondere den kleinen Privatbanken mit weniger als 10 Milliarden Franken verwalteten Vermögen fehle trotz anhaltend rückläufiger Entwicklung eine klare Strategie, so die Studie. Die betroffenen Institute müssten sich nun entscheiden, ihre Geschäftsmodelle anzupassen oder den Markt zu verlassen.

30 Banken vor dem Aus

«Um die notwendigen Änderungen umzusetzen, haben sie allerdings nicht mehr viel Zeit», wird Christian Hintermann zitiert, Leiter Advisory Financial Services bei KPMG Schweiz.

In der Studie wird davon ausgegangen, dass in den nächsten drei Jahren weitere rund 30 Prozent der Schweizer Privatbanken durch Übernahmen oder Liquidationen vom Markt verschwinden werden. Entsprechend werde sich die Anzahl Privatbanken von heute 130 auf weniger als 100 reduzieren.

(awp/ise/me)

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