Die chinesische Volkswirtschaft zeigt kräftigere Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung. Am Dienstag konnten sowohl Zahlen zur Industrieproduktion als auch zu den Umsätzen der Detailhändler überzeugen. Nach Regierungsdaten lag die Produktion der Industrieunternehmen im August 10,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das war der stärkste Zuwachs seit März 2012, also seit knapp eineinhalb Jahren. Die Markterwartungen von plus 9,9 Prozent wurden übertroffen.

Im Detailhandel stiegen die Umsätze im August um 13,4 Prozent zum gleichen Monat des Vorjahres. So stark waren die Erlöse letztmalig Ende 2012 gestiegen. Die Erwartungen von Ökonomen wurden leicht übertroffen. Derweil legten die wichtigen Anlageinvestitionen der Unternehmen, etwa in Maschinen, ausserhalb der Landwirtschaft um 20,3 Prozent und damit ebenfalls etwas stärker als erwartet zu.

Starke Verbundenheit mit China

An den Finanzmärkten reagierten der australische und neuseeländische Dollar mit Aufschlägen zum US-Dollar. Die Volkswirtschaften der beiden Pazifikstaaten sind über ihren Aussenhandel, insbesondere in Form von Rohstoffen, stark mit China verbunden. Dementsprechend ist die konjunkturelle Entwicklung der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft besonders wichtig für sie.

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Die Werte an der chinesischen Börse stiegen auf den höchsten Stand seit drei Monaten nach Veröffentlichung der Daten, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. So stiegen die Werte von China Eastern Airlines um fast 10 Prozent. Die wirtschaftlichen Daten «zeigen, dass die Erholung auf Kurs ist», sagte demnach Dai Ming von Hengsheng Hongding Asset Management Co. «Die Erwartungen von Investoren an ein stärkeres Wachstum nehmen zu.»

(awp/moh/vst)