1. Home
  2. Konjunktur
  3. Lehman-Pleite machte Finanzmärkte robuster

Studie
Lehman-Pleite machte Finanzmärkte robuster

Aufräumen auf dem Parkett: Eine neue Studie bescheinigt der Finanzbranche Fortschritte. (Bild: Keystone)

Die internationalen Finanzmärkte sind deutlich besser gegen Krisen gewappnet - so das Resultat einer neuen Studie. Trotzdem bleiben viele Fragen unbeantwortet.

Veröffentlicht am 26.08.2013

Fünf Jahre nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers sind die internationalen Finanzmärkte einer Studie zufolge deutlich besser gegen Krisen gewappnet. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bescheinigt in seiner vorgelegten Bilanz den Regulierern Erfolge, macht aber auch noch viele offene Fragen aus.

Positiv sei vor allem, dass die verschärfte Eigenkapitalrichtlinie dazu beitrage, dass Banken ihre Geschäfte künftig besser absicherten. Dies wiederum mache das Finanzsystem als Ganzes robuster. «Durch die neuen Regeln ist das Geld der Steuerzahler bei Bankenkrisen besser geschützt als bisher», sagte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin.

«Jetzt kommt es darauf an, dass sich die Finanzaufsicht als Schiedsrichter nicht scheut, bei Verstössen konsequent die Rote Karte zu ziehen.»

Aufsicht auf europäischer Ebene

Entscheidend für den Erfolg der Regulierungen sei eine möglichst effiziente Aufsicht, erklärte das Institut. Diese müsse auf europäischer Ebene installiert sein, da die Aufsichtsbehörden in mehreren Euro-Staaten in der Vergangenheit zu nachlässig gewesen seien. Zudem müssten sogenannte Schattenbanken noch konsequenter als bisher reguliert werden.

Sie sollten sich laut IW als Finanzdienstleister registrieren müssen, eine EU-Zulassung bekommen und einer effektiven Aufsicht unterworfen werden.

(reuters/vst/aho)

Anzeige