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Libyen nach Gaddafi: Auf dem Weg zur Demokratie?

Die Bevölkerung in Libyen setzt nach dem Tod Gaddafis auf den Neuanfang. (Bild: Keystone)

Nach dem Tod des Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi will Libyen das Staatswesen rasch wieder aufbauen. In einem Monat soll eine neue Übergangsregierung stehen, für 2012 ist ein kompletter Neuanfang gepla

Veröffentlicht am 21.10.2011

Nach dem Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi und der Eroberung der letzten Widerstandshochburg Sirte wollen die Libyer zügig mit dem Aufbau eines neuen Staatswesens beginnen.

Der Vorsitzende des Exekutivrates des Übergangsrates, Mahmud Dschibril, sagte nach Angaben des Nachrichtensenders Al Jazeera, die neuen Machthaber wollten an diesem Samstag offiziell den Beginn der Übergangsphase auf dem Weg zu einem demokratischen Staat verkünden.

Übergangsregierung innert 30 Tagen

Der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, wolle dies in Sirte, der Heimatstadt von Ex-Diktator Gaddafi tun. Dann werde binnen 30 Tagen eine neue Übergangsregierung gebildet. Acht Monate später solle dann ein Nationalkongress einberufen werden, um die Weichen für einen kompletten Neuanfang zu stellen.

Dschibril erklärte den Angaben zufolge, der Übergangsrat habe am Donnerstag, nachdem Gaddafi getötet worden sei, Kontakt mit dem Internationalen Strafgerichtshof aufgenommen. Das Gericht habe die Libyer gebeten, Gaddafi vorerst nicht zu begraben, damit der Leichnam untersucht werden könne.

Der Übergangsrat habe jedoch anders entschieden. Allerdings hätten Ärzte Haar- und Gewebeproben von der Leiche genommen, um keine Zweifel an der Identität des Getöteten aufkommen zu lassen.

(vst/kgh/sda)

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