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Libyen will Gaddafi-Sohn Saif al-Islam nicht ausliefern

In Libyen feiern sie Saif al-Islams Verhaftung, in Libyen soll ihm der Prozess gemacht werden. (Bild: Keyston)

Es könnte die Todesstrafe für ihn bedeuten: Libyen besteht darauf, den festgenommenen Gaddafi-Sohn Saif al-Islam im eigenen Land vor Gericht zu stellen. Derweil wurde offenbar auch der Ex-Geheimdienst

Veröffentlicht am 20.11.2011

Der nach wochenlanger Flucht festgenommene Gaddafi-Sohn Saif al-Islam wird von Libyen nicht ausgeliefert. Das erklärte der regierende Nationale Übergangsrat, wie der arabische Sender Al-Dschasira berichtete.

Er müsse sich in Libyen vor Gericht verantworten. Das sei eine Forderung des Volkes. Der 39-jährige Lieblingssohn des einstigen Machthabers Muammar al-Gaddafi war auch mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Er soll sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten.

Im Falle eines Schuldspruchs wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit könnte der Strafgerichtshof als Höchststrafe lebenslange Haft festlegen. Bei einem Verfahren in Libyen droht sogar die Todesstrafe.

Übergangsregierung: Auch Ex-Geheimdienstchef gefasst

Derweil ist nach Angaben der Übergangsregierung auch der ehemalige Geheimdienstchef Abdallah al-Senussi gefasst worden. Senussi sei im Süden des Landes gestellt worden, teilte ein ranghoher Vertreter des Übergangsrates mit, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Der Sender Free Libya TV berichtete, ein Bataillon habe Senussi im Haus seiner Schwester bei Sabha gefangen genommen. Senussi wurde vom Internationalen Strafgerichtshof ebenso per Haftbefehl gesucht wie Saif al-Islam.

(tno/sda)

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