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Brexit
London bleibt das Zentrum für Vermögensverwaltung

London: Die Vermögensverwaltung bleibt hier bedeutend. Keystone

Aus Sicht der Schweizer Vermögensverwalter bleibt die «City» trotz des Brexit die Nummer eins in Europa. Die Schweiz habe im Asset Management hingegen Aufholbedarf, sagt der Verband SFAMA.

Veröffentlicht am 07.09.2016

Der Schweizerische Fonds- und Assetmanagementverband (SFAMA) erwartet durch den geplanten EU-Austritt Grossbritanniens keine grossen Verschiebungen in der europäischen Branche. London werde mit einem Marktanteil von 40 Prozent wohl der wichtigste Standort für die Vermögensverwaltung bleiben, sagte SFAMA-Geschäftsführer Markus Fuchs am Mittwoch. «Der Hauptgrund ist regulatorischer Natur. Grossbritannien erfüllt bereits die europäischen Vorlagen und wird alles daran setzen, dass das so bleibt.» Zudem sei das Land der zweitgrösste Absatzmarkt in Europa und habe dadurch einen Vorteil.

Die Schweiz gehöre nach Grossbritannien und Frankreich und neben Deutschland ebenfalls zu den führenden Anbietern. Allerdings habe die Schweiz noch Aufholbedarf dabei, die europäischen Regulierungsvorgaben umzusetzen. Dies sei für die Institute wichtig, damit sie Zugang zum schnell wachsenden ausländischen Asset-Management-Markt hätten. Denn der Schweizer Markt, auf dem Vorsorge- und Pensionssysteme bereits weit verbreitet sind, wachse jährlich nur mit zwei Prozent, während der globale Markt um sechs Prozent zulege.

(awp/mbü/ama)

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