Vor dem mit Spannung erwarteten Ausgang der US-Notenbank-Sitzung hat die Wall Street am Mittwoch den Atem angehalten. Die Standardwerte tendierten wenig verändert, die Technologietitel schwächer. Alle Augen richteten sich auf die US-Notenbank (Fed), von der eine Entscheidung über ihre Konjunkturhilfen erwartet wurde.

Zurzeit kauft die Fed jeden Monat Wertpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar, um die Wirtschaft mit mehr Geld zu versorgen. Eine Drosselung dieser Käufe in absehbarer Zeit gilt als sehr wahrscheinlich. Die große Frage an den Märkten ist, wann die Notenbanker das Startsignal geben.
Viele Börsianer rechnen damit, dass die ultralockere Geldpolitik noch bis Anfang 2014 fortgesetzt wird. «Wir erwarten die Drosselung im ersten Quartal nächsten Jahres», sagte Aktienstratege Jim Russell von U.S. Bank Wealth Management. «In der heutigen Ankündigung werden sie dies signalisieren oder sie warten, bis Janet Yellen Fed-Präsidentin wird.» Yellen löst Ben Bernanke Ende Januar auf dem Chefsessel ab.

Dow Jones notiert kaum verändert

Einige Investoren gehen jedoch wegen ermutigender Konjunkturdaten davon aus, dass die Fed die Zügel bereits sofort anziehen wird. Neue Argumente lieferte ihnen eine frische Statistik, die auf eine deutliche Erholung des Immobilienmarkts hindeutet. So stieg die Zahl der Wohnbaubeginne in den USA im November so kräftig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Pressekonferenz im Anschluss an die Fed-Sitzung ist Bernankes letzte große im Amt. Die Entscheidung der Notenbank wurde gegen 20.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit erwartet.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten notierte im frühen New Yorker Nachmittagshandel kaum verändert mit 15.869 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 1775 Stellen. Der technologielastige Nasdaq-Index gab 0,7 Prozent auf 3994 Zähler nach, wozu maßgeblich auch Kursverluste von Apple beitrugen. In Frankfurt ging der Dax 1,1 Prozent fester mit 9181,75 Punkten aus dem Handel.

(reuters/moh)

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