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Haushalt
Mehr Steuern: Das Ländle schreibt schwarz

Alois von Liechtenstein: Der Erbprinz des Fürstentums. Keystone

Zum zweien Mal in Folge schreibt das Fürstentum Liechtenstein schwarze Zahlen. Eigentlich war ein Minus in zweistelliger Millionenhöhe budgetiert gewesen.

Veröffentlicht am 26.04.2017

Das Fürstentum Liechtenstein hat letztes Jahr zum zweiten Mal in Folge ein positives operatives Ergebnis in der Staatsrechnung erzielt. Unerwartet hohe Steuereinnahmen führten zu einem Ertrag von 797 Millionen Franken und einem Ertragsüberschuss von 5 Millionen Franken.

Insbesondere wegen des Wegfalls der Couponsteuer war ein Defizit von 82 Millionen Franken budgetiert. Positive Entwicklungen bei anderen Steuerarten kompensierten diesen Wegfall zum grossen Teil, wie die Regierung in Vaduz am Mittwoch mitteilte. Zum positiven Ergebnis trugen zudem Budgetunterschreitungen beim Aufwand von 22 Millionen Franken bei.

Kapitalzunahme von 115 Millionen Franken

Auch das Finanzergebnis von 87 Millionen Franken liegt deutlich über Budget. Veranschlagt waren 68 Millionen Franken. Zusammengefasst ergibt sich aus der betrieblichen Tätigkeit und dem Finanzresultat ein Gesamtergebnis von 92 Millionen Franken anstelle eines budgetierten Verlustes von 14 Millionen Franken.

Weil nicht alle geplanten Investitionen umgesetzt wurden, blieben die Nettoinvestitionen von 13 Millionen Franken unter dem Voranschlag. In der Gesamtrechnung ergibt sich eine Vermögenszunahme von 115 Millionen Franken. Das Eigenkapital beläuft sich damit auf rund 2,5 Milliarden Franken.

«Verantwortungsvolle Ausgabenpolitik»

Der Ergebnis der Landesrechnung zeige, dass die Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre ihre Wirkung entfaltet hätten, schrieb die Regierung. Die Beibehaltung eines ausgeglichenen Staatshaushaltes bleibe aber aufgrund verschiedener Unsicherheiten eine Herausforderung, obwohl eine gute allgemeine Wirtschaftsentwicklung absehbar sei.

Die Exekutive will deshalb «eine verantwortungsvolle Ausgabenpolitik» verfolgen, verbunden mit «gezielten Zukunftsinvestitionen».

(sda/ise/chb)

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