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Kreditwürdigkeit
Mers-Virus könnte Südkoreas Bonität belasten

Kampf gegen Mers in Südkorea: Der Virus belastet die Wirtschaft. Keystone

Die Aufnahme von Frischgeld an den Kapitalmärkten könnte für Südkorea schon bald teurer werden. Davor warnt die Ratingagentur Moody's. Grund ist die sich ausbreitende Krankheit Mers.

Veröffentlicht am 18.06.2015

Der Ausbruch der lebensgefährlichen Atemwegskrankheit Mers könnte der Ratingagentur Moody's zufolge Südkoreas Kreditwürdigkeit an den Finanzmärkten beeinträchtigen. Die wachsende Zahl der Infektionen belaste das Verbrauchervertrauen inmitten eines ohnehin schwachen Binnenkonsums, erklärte Moody's am Donnerstag.

Dies könne die gerade einsetzende Erholung der Wirtschaft gefährden. Auch wenn der Effekt möglicherweise nur kurzfristig sei, müsse der Staat mit negativen Auswirkungen auf seine Bonität und daher mit höheren Kosten bei der Kreditaufnahme an den Kapitalmärkten rechnen.

6500 Menschen in Quarantäne

Die Zahl der Mers-Toten in Südkorea stieg inzwischen auf 23. 165 Menschen sind dort an dem Middle East Respiratory Syndrome (Mers) erkrankt, das bislang bis auf wenige Ausnahmen auf die Arabische Halbinsel begrenzt war. 6500 Menschen sind in Quarantäne. Aus Angst vor einer Ansteckung bleiben viele Südkoreaner zu Hause.

(reuters/bde/ama)

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