Eine Einigung über Änderungen beim Nafta-Freihandelsabkommen mit den USA hält Mexikos Aussenminister Luis Videgaray bis zum Jahresende für möglich. Die Gespräche über die Neuverhandlung dürften etwa Mitte 2017 beginnen, sagte Videgaray am Donnerstag in Washington nach einem Treffen mit US-Vertretern.

Die Beratungen sollten mehrere Monate in Anspruch nehmen. Bis zum Jahresende könnte dann eine Verständigung erzielt werden. Jegliche Neuerungen an dem Abkommen müssen Mexiko jedoch zugutekommen. Auch Kanada und die USA sollten davon profitieren. Mit dem US-Kollegen Rex Tillerson sei ein Treffen in wenigen Wochen geplant. Die einleitenden Gespräche über das Thema seien bislang konstruktiv gewesen.

Trumps Mauerpläne belasten die Beziehung

US-Präsident Donald Trump hält das Nafta-Abkommen mit Mexiko und Kanada für unvorteilhaft für die USA und will es neu verhandeln. Die US-Beziehungen zu dem Nachbarland sind zudem erheblich belastet, weil der Republikaner den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt hat, um damit illegale Einwanderung und Drogenschmuggel zu bekämpfen.

(reuters/mbü/cfr)

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