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Moody's: Die fetten Jahre sind vorbei

Zurich und Alpen: Noch boomt die Wirtschaft in der Schweiz.   Keystone

Die Ratingagentur warnt die Schweiz vor den Folgen der Zuwanderungs-Initiative. Auf dem Spiel stehen die wirtschaftliche Stärke und die Vermögenssituation des Landes. Das ist aber noch nicht alles.

Veröffentlicht am 18.02.2014

Die Ratingagentur Moody's warnt vor den Auswirkungen der Masseneinwanderungsinitiative. Bereits letzte Woche hatte die Konkurrentin Fitch mitgeteilt, dass das Kreditrating der Schweiz sowie das der Schweizer Banken von der Annahme der Initiative betroffen sein könnten.

Es sei wahrscheinlich, dass die Limitierung der Einwanderung das Wachstumspotential, die Vermögenssituation und die allgemeine ökonomische Stärke des Landes beeinflussten, heisst es in einem Spezialbericht von Moody's.

Vom Zustrom hochqualifizierter Arbeitnehmer profitiert

Während des vergangenen Jahrzehnts habe die Schweiz vom starken Zustrom hochqualifizierter Arbeitnehmer profitiert, schreibt die Ratingagentur. Dies habe mitgeholfen, die nachteiligen Effekte der alternden Bevölkerung und des Arbeitskräftemangels zu lindern, glaubt Moody's.

Auch auf die Vermögen und möglicherweise die Kapitalisierung der Banken wirke sich das Abstimmungsergebnis aus, schreibt Moody's. Die Einführung von Kontingenten könnte überdies die Nachfrage nach Liegenschaften reduzieren, was sich wiederum auf den Immobilienmarkt auswirken dürfte.

Derzeit geniesst die Schweiz sowohl bei Moody's als auch bei Fitch das höchste Rating (Aaa bei Moody's, AAA bei Fitch) mit bisher stabilem Ausblick. Damit wird das Ausfallrisiko eines Schuldners so gut wie ausgeschlossen.

(awp/dbe)

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