Deutschland und Österreich laufen nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's weniger Gefahr, wegen der Schuldenkrise zur Kasse gebeten zu werden. Die US-Agentur erhöht in der Nacht auf Samstag den Ausblick beider Staaten wie auch den von Luxemburg auf stabil von zuvor negativ an. Alle drei Länder behalten unverändert ihre Spitzenbonitätsnote «Aaa».

Gefahren reduziert

Es gebe ein geringeres Risiko für die deutschen Staatsfinanzen durch Massnahmen zur Überwindung der Euro-Schuldenkrise, erklärte Moody's. Die Ansteckungsgefahren innerhalb der Euro-Zone hätten sich reduziert. Auch die Risiken im Bankensektor für den öffentlichen Haushalt seien gesunken. Bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen mache Deutschland weitere Fortschritte.

Zu Österreich hieß es, die Risiken durch die ehemalige BayernLB -Tochter Hypo Alpe Adria seien geringer geworden. Finanzminister Michael Spindelegger erklärte in einer ersten Reaktion, die Bewertung zeige, dass man auf dem richtig Weg sei, um die Folgen der Schuldenkrise zu bewältigen. Die Ratingagentur Fitch hatte vor einigen Tagen den Schlingerkurs der österreichischen Regierung bei der Abwicklung der Skandalbank gerügt, an dem bestehenden Spitzenrating «AAA» jedoch festgehalten.

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(reuters/chb)