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Nach dem Terror: Touristen meiden Paris

Henry IV, Pont Neuf: Eines der Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. Flickr/CC/Joe de Sousa

Die Zahl der Touristen in der Region Paris ist im letzten Jahr markant zurückgegangen. Am stärksten war der Rückgang bei den Japanern, Russen, Chinesen und Italienern.

Veröffentlicht am 22.02.2017

Nach den islamistischen Anschlägen ist die Zahl der Touristen in Paris 2016 deutlich gesunken. Im vergangenen Jahr kamen 1,5 Millionen weniger einheimische oder ausländische Touristen nach Paris und in die umliegende Hauptstadtregion, wie der zuständige Tourismusverband am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Rückgang von 4,7 Prozent im Vergleich zu 2015. Die Zahl der ausländischen Besucher sank sogar um knapp neun Prozent.

So kamen 41 Prozent weniger japanische Touristen, knapp 28 Prozent weniger russische Touristen, 26 Prozent weniger italienische Touristen und knapp 22 Prozent weniger chinesische Touristen. Bei den US-Touristen nahm die Zahl nur leicht, um knapp fünf Prozent ab. Der Rückgang der Besucherzahlen habe zu Einnahmeausfällen von geschätzt fast 1,3 Milliarden Euro geführt, erklärte der Tourismusverband der Hauptstadtregion Paris Ile-de-France.

Gute Zahlen an Weihnachten

Frankreich wurde seit Anfang 2015 von einer Reihe islamistischer Anschläge getroffen. Insbesondere die Pariser Anschläge vom 13. November 2015 mit 130 Toten schreckten viele Touristen ab.

Der Rückgang der Besucherzahlen sei aber weniger stark ausgefallen als befürchtet, erklärte der Verband. Gute Zahlen im vergangenen November und rund um die Weihnachtsfeiertage machten die Verluste teilweise wieder wett.

(sda/ise)

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