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Frankenstärke
«In nächsten Monaten wird es Entlassungen geben»

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Bundesrat Schneider-Ammann: Lage «sehr ernst».   Keystone

Der Bundesrat wappnet sich wegen dem anhaltend starken Franken gegen steigende Arbeitslosigkeit. Er plant etwa, die Fördergelder für Technologie und Innovation aufzustocken.

Auch nach der leichten Abschwächung des Frankens in dieser Woche gibt Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann keine Entwarnung. Die Lage sei «ernst», sagt er im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag»: «In den nächsten Monaten wird es in einigen Branchen Entlassungen geben», sagt der Bundesrat. «Es ist nicht zu erwarten, dass wir das tiefe Niveau bei der Arbeitslosigkeit – aktuell 3,1 Prozent – ohne Abstriche werden halten können.»

Sozialpartnerschaft zentral

Schneider-Ammann betont, er kämpfe um jeden Arbeitsplatz. Und dafür sei die Sozialpartnerschaft zentral. Morgen Montag kommt es unter Schneider-Ammanns Ägide am runden Tisch erneut zum Sozialpartner-Dialog. Der Wirtschaftsminister bereitet verschiedene Massnahmen vor. Er plane, die Fördergelder der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) aufzustocken: «Diese Art, einzugreifen und den Spirit zu beeinflussen, ist unmittelbar am wirksamsten.»

Verlängerung der Kurzarbeit

Als «zusätzliche Optionen» bezeichnet er auch die Verlängerung der Kurzarbeit auf 18 Monate und die Reduktion der Karenzfrist, «sobald dies aufgrund der Arbeitsmarktsituation sinnvoll ist». Mit einem Euro-Franken-Kurs von 1.10 können viele Unternehmen laut Schneider-Ammann «kurzfristig leben», doch sie verlören die Möglichkeit, zu investieren, was langfristig überlebensnotwendig wäre.

(chb)

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