Im vergangenen Jahr sind in der Schweiz 26‘391 neue Motorräder verkauft worden. Das sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotzdem liegt das Ergebnis über den Erwartungen des Handels.

Grund ist das nasse Frühlings- und Sommerwetter, wie die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen SFZ am Montag mitteilte. Das Rekordverkaufsergebnis von 2015 konnte nicht erreicht werden. 2015 profitierten die Motorradhändler vor allem von der Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses und den damit einhergehenden tiefen Preisen sowie vom trockenen Sommer- und Herbstwetter.

Hubraumstärke ist gefragt

Wie schon im Vorjahr wurden 2016 vor allem hubraumstarke Motorräder verkauft. Knapp 80 Prozent, beziehungsweise 20'864 der verkauften Maschinen verfügten über einen Hubraum von mehr als 500 Kubikzentimetern. Weniger gefragt waren 2016 die Roller. Davon wurden 19'506 Stück verkauft, fast 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Als Grund nennt die SFZ, dass Roller eher spontan gekauft würden und deshalb das schlechte Wetter stärker auf die Kauflust drückte.

In den letzten zwei bis drei Jahren verkauften die Händler zudem mehr Motorräder an junge Leute. Dies liegt gemäss SFZ an den tiefen Preisen der Einsteiger- und Mittelklassemaschinen und am allgemeinen Trend zu Lifestyle und Erlebnis.

(sda/ise)