Die Schweizerische Nationalbank eröffnet Mitte 2013 ihre erste ausländische Niederlassung in Singapur. Dotiert ist der Aussenposten mit sieben Stellen. Damit weitet die Notenbank die Marktabdeckung in Asien aus. Auch die Devisenmarktbeobachtung rund um die Uhr wird leichter.

Das dient unter anderem der Durchsetzung des Mindestkurses des Frankens zum Euro, wie die Nationalbank (SNB) mitteilte. Die Devisenreserven der SNB sind seit 2009 stark gestiegen. Um die Risiken zu vermindern, diversifiziert die SNB diese Anlagen und erschliesst dazu neue Anlagemärkte.

Die asiatische Wirtschaft gewann in den letzten Jahren an Bedeutung. Ebenso wuchsen die Obligationen- und Aktienmärkte vor Ort. Die SNB nahm 2010 zusätzlich zum Yen den australischen und den Singapur-Dollar als neue Reservewährungen auf. Seit Anfang 2012 hat die Bank auch in den südkoreanischen Won investiert. Weitere Anlagenmöglichkeiten sowohl in Anleihen als auch in Aktien sind in Prüfung.

Nach der Evaluation von Standorten in der Region Asien/Pazifik entschied sich die SNB nun für Singapur. Als einer der grössten Finanzplätze Südostasiens und der geografischen Nähe zu vielen aufstrebenden Volkswirtschaften sei Singapur optimal. Hinzu kämen eine gute Infrastruktur und ein stabiles rechtliches Umfeld, teilte die SNB mit.

(muv/aho/sda)

Anzeige